Ilex aquifolium
- P L
- 9. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Europäische Stechpalme

Wissenswertes zu Ilex aquifolium
Die Europäische Stechpalme ist die einzige in Europa heimische Art der Stechpalmengewächse. In der Natur findet man sie vor allem im schattigen Unterwuchs von Buchen- oder Buchen-Tannenwäldern von Tal- bis mittlere Höhenlagen, was schon klare Hinweise auf ihre Standortanspriche liefert.
Merkmale und Wachstum
Die Stechpalme ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum, der zwischen 2,5 und 4,5 Meter hoch wird und ein erstaunliches Alter von bis zu 300 Jahren erreichen kann. Ihr Stamm kann einen Durchmesser von rund 50 cm entwickeln. Die Rinde bleibt lange grün, verfärbt sich erst im Alter schwarzgrau und löst sich dann in dünnen Schuppen ab. Junge Triebe sind gerieft, grün und kurz behaart; erst im darauffolgenden Jahr verkahlen sie und werden rundlicher.
Typisch und unverwechselbar sind die elliptischen, ledrigen Blätter mit ihren stacheligen Spitzen. Sie stehen wechselständig, besitzen einen 10–15 mm langen Blattstiel und erreichen eine Länge von 5–8 cm. Die Oberseite glänzt kräftig dunkelgrün, während die Unterseite matt gelbgrün erscheint. Interessant ist: Mit zunehmendem Alter der Pflanze – oder in der Nähe der Blütenstände – werden die Blätter oft glattrandiger und verlieren ihre Stacheln.
Blüten und Früchte
Ilex aquifolium, die Europäische Stechpalme ist zweihäusig, das heißt: Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Das bedeutet, dass für die Entwicklung der Früchte Pflanzen beider Geschlechter in Nachbraschaft stehen müssen.
Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich im Laufe des Jahres die typischen roten Steinfrüchte. Sie sind kugelig, 8–10 mm groß, zunächst grün und später glänzend rot.
Standort & Pflege im Garten
Die Europäische Stechpalme bevorzugt:
frische bis mäßig trockene Böden
sandigen oder steinigen Lehmboden
mäßig nährstoff- und basenreiche Substrate
schattige bis halbschattige Standorte
auch unter Bäumen, sofern Bodenfeuchte gegeben ist
Sonne verträgt sie auf Dauer nicht gut – Blattschäden sind häufig die Folge. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
Hinweis für Familiengärten: Die attraktiven roten Beeren sind zwar weniger giftig als früher angenommen, können aber bei Kindern – gerade wegen ihres appetitlichen Aussehens – zu gefährlichen Verwechslungen führen. Eine Pflanzung in gut einsehbaren oder weniger zugänglichen Bereichen ist daher ratsam.




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